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	<description>Rose erklärt die Welt</description>
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		<title>Back to the future.</title>
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		<pubDate>Tue, 06 Jul 2010 15:53:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Administrator</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedanken]]></category>
		<category><![CDATA[Back to the future]]></category>
		<category><![CDATA[Marty Mc Fly]]></category>
		<category><![CDATA[Michael Jackson]]></category>

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		<description><![CDATA[Früher, als ich Kind war, war ich vernarrt in die Frage, wie es sei, wenn man seine eigene Zeitline durchkreuzt. Es ist Deine eigene Vergangenheit aber Du erlebst sie in der Zukunft nochmal. Oder Du landest in der Zukunft. Und es gibt Hoverboards. Aber immer dran denken: Niemals sich selber begegnen, sonst kommt das Raum-Zeit-Kontinuum [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Früher, als ich Kind war, war ich vernarrt in die Frage, wie es sei, wenn man seine eigene Zeitline durchkreuzt. Es ist Deine eigene Vergangenheit aber Du erlebst sie in der Zukunft nochmal. Oder Du landest in der Zukunft. Und es gibt Hoverboards. Aber immer dran denken: Niemals sich selber begegnen, sonst kommt das Raum-Zeit-Kontinuum durcheinander. Wie würde es wohl sein, im Jahr 2010? Nun weiß ich es. Ich bin 30, Deo sprüht man immer noch aus der Dose, Essen geht immer noch wie vor 100 Jahren und es gibt auch keine Hoverboards. Nur die Fernseher sind flacher und die Videospiele schneller. Wir waren immer noch nicht wieder auf dem Mond. Michael Jackson ist tot. Ich habe immer noch kein Hoverboard. Und das Datum ist sowieso ein Fake.</p>
<p>Es ist erst in 2015.</p>
<p>Fuck you, doofes Internet.</p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-104" title="martymcflybackinfuture" src="http://sprachrodeo.de/wp-content/uploads/2010/07/martymcflybackinfuture.jpg" alt="martymcflybackinfuture" width="360" height="216" /></p>
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		<title>Randnotiz.</title>
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		<pubDate>Mon, 28 Jun 2010 20:38:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Administrator</dc:creator>
				<category><![CDATA[Alltagsdramen]]></category>

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		<description><![CDATA[
es ist überhaupt ein wunder, dass es dieses internet noch gibt.


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			<content:encoded><![CDATA[<h3><span><span><br />
es ist überhaupt ein wunder, dass es dieses internet noch gibt.</span></span></h3>
<p style="text-align: center;"><span><span><img class="size-full wp-image-99 aligncenter" title="7135_1225520648824_1553276945_596280_5546492_n" src="http://sprachrodeo.de/wp-content/uploads/2010/06/7135_1225520648824_1553276945_596280_5546492_n.jpg" alt="7135_1225520648824_1553276945_596280_5546492_n" width="483" height="362" /><br />
</span></span></p>
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		<title>Der Klassiker der traurigen Ravegeschichten. Best of.</title>
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		<pubDate>Mon, 28 Jun 2010 07:29:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Administrator</dc:creator>
				<category><![CDATA[Beautiful Burnout]]></category>

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		<description><![CDATA[
Die Nacht ist wie ein dunkles Herz, ich habe es mit nach Hause genommen (i feel so dirty, i will not be confused, here comes christ on crutches) 
Der Morgen liegt auf der einen Seite der Stadt und ich bin immer noch da. Ich gehe als letztes, egal wie spät es ist. Ich gehe nicht, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><!-- 		@page { margin: 2cm } 		P { margin-bottom: 0.21cm } --></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;"><strong><span style="font-size: large;">Die Nacht ist wie ein dunkles Herz, ich habe es mit nach Hause genommen (i feel so dirty, i will not be confused, here comes christ on crutches) </span></strong></p>
<p>Der Morgen liegt auf der einen Seite der Stadt und ich bin immer noch da. Ich gehe als letztes, egal wie spät es ist. Ich gehe nicht, weil ich keinen Grund habe. Das ist doch alles. Zu Hause steige ich die Steintreppen hinauf und denke mir, nur noch 10 Tage diese Steintreppen und dann nur noch Holztreppen. Holztreppen erzählen mehr Geschichten als Steintreppen. Holztreppen knarren mit jedem Schritt, Steintreppen sind zwar ausgelaufen, aber kalt. Ein leichtes blau zeichnet sich am Himmel ab als ich die Wohnung betrete.   Ich wusste warum ich den Whisky kalt stellte bevor ich ging. Ich wusste warum ich das Wasser in die Eiswürfelschale füllte und es in den Eisschrank packte. Ich wusste ich würde nicht mehr denken wollen, wenn ich nach Hause komme. Heute: great Expectations und ach, wieder nichts gewesen. Kein Regen, kein Sturm, kein Hagel. Heute: Donnerstag. Donnerstag halt. Ich mische den Whisky mit abgestandener Coke Zero und fühle mich irgendwie Zero. Ach, dabei gibt es doch keinen Grund. Oder vielleicht doch Hunderte. Vielleicht gar Tausende. Ich weiß es nicht. Ich habe es vergessen.<br />
Ich stehe da, irgendwie in Trümmern. Verreckte Fische und ein Aquarium voller Algen. Diese Spießer. Sie sind so sorgsam sich nicht selber zu vergessen, aber sie lassen ihre Fische verrecken.</p>
<p>Ach, denke ich mir, diese verdammten Spießer. Aber was soll ich machen, sie sind doch glücklich mit ihren Leben. Mit ihren Segeltouren und 40 Stunden Wochen. Ohne diese Spießer könnten wir nicht anders sein. Oder dagegen sein wollen. Ich denke an die Nacht, das rote Licht. Die Sätze und Geschichten. Ich bin dagegen. Gegen alles. Spießer. Disco. Für einen Moment verfluche ich alles. Die ganze Welt. Ich will die Augen schließen und den längsten Schlaf meines Lebens schlafen, aber ich kann nicht. Mein Herz galoppiert wie ein verdammtes gedoptes Rennpferd. Aber nicht wegen irgendwelchen Drogen. Ach, wären es doch die Drogen, dann wüsste ich ja woher es käme. Dann könnte ich mich irgendwie selber beruhigen. Aber nein, die innere Unruhe raubt mir den Atem.</p>
<p>Ich hasse den Morgen. Ich hasse die Nacht. Ich hasse den verpassten Moment. Wenn ich nur eines ändern könnte, dann wären es hin und wieder Momente. Zurückspulen. Noch mal von vorne. Neue Chance bitte. Doch Gott ist gnadenlos und es gibt kein zurück und Momente sind nur einmal. Nie zweimal. Das ist bitter. Es ist unfair. Doch ich bin keine fünf mehr, ich kann mich nicht mehr irgendwo beschweren.</p>
<p>Ach oder kann ich es gar umtauschen? Den Moment? Einen Augenblick bitte, ich habe die Quittung sicher noch irgendwo. Ach, bitte, Kulanz oder so. Ich will es doch nur noch einmal. Dann mache ich es richtig. Dann lasse es ich nicht durch meine Finger gleiten, dieses Ding namens Glück. Nichts zu machen, sagt der Typ an der Information in meinem Kopf. Find Dich damit ab. Du hast es verloren.  Was finden wir, wenn wir uns verlieren? Ich weiß es nicht. Ich weiß es verdammt noch mal nicht. Und ich habe mich wieder verloren. Heute morgen, auf dem Fahrradweg. Hinaus aus der erwachenden Stadt. Andere gehen zur Arbeit und ich komme irgendwie von der Arbeit. Ich war da, mitten drin. Aber es hat nur wehgetan. Am Ende. Ganz plötzlich. Als der Tag erwachte. Aber, manchmal muss es wehtun. Es muss wehtun, damit man weiß, dass man ist.   Ich suche die Underworld Platte, die wo er vom Wichsen singt. Die wo alles so melancholisch ist. Die, wo ich mich spüren kann. Durch Mark und Bein. Jeden Fitzel meines Körpers. Jeden verdammten Fitzel, damit ich merke dass ich noch bin. Das alles echt ist und nicht unecht. Der Whisky verschlingt die schmelzenden Eiswürfel in sich und die Sonne steht plötzlich wieder am Firmament.</p>
<p>Ein Gitarrenriff schallt durch die Wohnung. Voller Sehnsucht und der elende Hass. Der elende Hass auf mich selbst, weil ich den Moment verpasst habe. Ich wusste warum ich mir sicher war, doch ich habe den Moment aus den Händen gleiten lassen. Ich habe ihn fallen lassen wie Gläser. Gläser die am Boden zerspringen und sich mit dem Dreck der Vergangenheit mischen. Irgendwann weiß man nicht mehr wo oben, oder wo unten ist. Es ist der Tag an dem ich Angst habe, dass mir die Geschichten ausgehen.   Es ist der Donnerstag, der ein Donnerstag ist. Ein Donnerstag der in einem Freitag endet. Einem Freitagmorgen mit einem Glas Whisky, gemischt mit abgestandener Coke Zero. Ein Freitagmorgen der so voller hübscher Dinge sein könnte. Aber irgendwie hat sich die Geschichte vorhin kurz gewendet. So schnell konnte kein Mensch gucken. Bemerken. Es ging viel zu schnell. Es ging so schnell wie Gläser fallen, Lieben zerbrechen, Menschen sich verlieben und wieder entlieben. Es ist einfach nur ein Moment. Ein Moment.</p>
<p>Ein Moment der einen Inne halten lässt. Man steht da, die Lichter sind ganz grell, die Sonne scheint einem ins Gesicht aber alles ist so unwirklich. Man möchte schreien um sich selber zu spüren. Am Ende muss es weh tun. Dann fühlt man sich endlich wieder selber.</p>
<p>Wie war das noch? Aus Wut kann man soviel schaffen? Wenn ich all die Wut und die Enttäuschung meines Lebens nehmen würde, dann könnte ich vielleicht ein, zwei oder gar drei Welten schaffen. Aber keine davon wäre so wirklich, wie die in der ich lebe. Eine Welt voller Menschen die lieben was sie tun. Die lieben was sie sind. Doch manchmal ist es so schwer. So verdammt schwer.</p>
<p>Die Verantwortung liegt uns schwer im Nacken. Die Verantwortung gegenüber uns selber. Die Verantwortung gegenüber denen, die wir lieben. Und selbst wenn die nicht wissen, dass sie die sind, die wir lieben, tragen wir es in unseren Herzen. Die Liebe ist immer in unseren Herzen. Wir tragen sie mit uns herum. Doch fehlt uns der Mut für den Schritt, verlieren wir alles in einem Augenblick. Das was alles war, kann nichts sein. Wir können es nicht wissen. Wenn wir uns nicht trauen. Da im Morgen. Vor und neben der Tanzfläche. Vor oder nach der Bar. Auf oder neben dem Bürgersteig. Alleine, zu zweit, zu dritt. Wir brauchen mehr Mut denke ich.   Ich liege da, auf dem Boden. Ich starre auf das Aquarium. Wenigstens ist es noch grün und Algen sind ja auch irgendwie was. Aber, ach, scheiß auf die Fische. Morgen schmeiße ich das Ding aus dem Fenster. Vielleicht wird dann alles gut. Ich schmeiße einfach alles aus dem Fenster und stecke ein Pappfähnchen mit Streifen darauf. Vielleicht ist es dann erträglicher.</p>
<p>Die Blätter an den Bäumen werden gelb, der Sommer geht, der Moment ist verloren. Ach Moment, du verdammter Moment. Ich hasse mich dafür, dass ich ihn verpasst habe. Weil ich ihn nicht sehen konnte. Weil ich ihn verspielt habe. Weil ich nicht glauben wollte, das er wahr war als er war.  Aus Angst. Und danach war einfach alles zu spät. Und nun sitze ich hier, saufe Whisky und streue Salz in Wunden die so alt sind, dass man ein Teppichmesser suchen muss, um sie wieder aufzuschneiden.</p>
<p>Aber dann tut es noch mal so richtig ordentlich weh. Und das dumme ist: am Ende weiß man immer noch nicht, war es wirklich? Oder war es gar nicht? Momente sind manchmal wie Blinde Kuh spielen. Man erkennt sie nicht.  Momente sind wie Topfschlagen auf Kindergeburtstagen. Manchmal hat man Glück, manchmal nicht. Ich hasse das Glück. Und die Marienkäfer sind auch aus der Küche abgehauen. Ich denke, dass ich nicht mehr denken will. Ich will einfach irgendwann nicht mehr denken können. Ich will einfach das endlich der Moment kommt, auf den ich warte. Aber ich hasse doch das Warten so sehr.</p>
<p>Ich warte auf den Moment. Der Moment, an dem sich die Geschichte endlich dreht. Der Regen kommt und alles rein wäscht. Ein Moment voller Glück. Ein verdammter Moment. Ich lechze nach diesem Moment. Ich kann nicht aufhören auf ihn zu warten.<br />
Dieser Moment war der einzige Grund den ich jemals hatte. Der verdammte Moment. But I feel so dirty.  Und tief in mir drinnen habe ich so Angst, dass ich ihn verpasst habe. Das wäre das schlimmste: ich warte meine ganzes Leben darauf und dann habe ich es verpasst.  Das ist nicht so wie mit Zügen. Auf dem Bahngleis. Wo man die Treppen hochgehetzt kommt und dann ist er weg, aber es kommt ja der nächste. Vielleicht war es der letzte Zug. Vielleicht fährt er nie wieder. Was mache ich dann? Dann hänge ich für immer an diesem Bahnsteig herum und werde immer und immer wieder nachdenken, wann der Moment war, an dem ich unachtsam war. Der Moment, indem ich den Moment verpasste.   Die Nacht ist wie ein dunkles Herz, ich habe es mit nach Hause genommen.</p>
<p><a href="http://video.yahoo.com/watch/2025478/v2148600">Underworld &#8211; Dirty Epic</a></p>
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		<title>Best of. Die Reiberei mit den Mädchen die aussehen wie.</title>
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		<pubDate>Mon, 28 Jun 2010 07:22:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Administrator</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Mädchen die aussehen wie Nutten an Bushaltestellen und aktuelle Internettechnologien.
Kokolores, Schischi und Schuschu. Bin heute Morgen sauer gewesen weil der süße Schnee weg war. Es ist einfach eine absolute Frechheit. Alle haben Schnee, nur Köln nicht. Dieses Köln kotzt mich manchmal an. Vor allem wenn es nicht so ist, wie ich das haben will. Wenn [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h1>Mädchen die aussehen wie Nutten an Bushaltestellen und aktuelle Internettechnologien.</h1>
<p><span>Kokolores, Schischi und Schuschu. Bin heute Morgen sauer gewesen weil der süße Schnee weg war. Es ist einfach eine absolute Frechheit. Alle haben Schnee, nur Köln nicht. Dieses Köln kotzt mich manchmal an. Vor allem wenn es nicht so ist, wie ich das haben will. Wenn es nicht so ist wie ich will, ist es eine Katastrophe. Das ist aber eine andere Geschichte. Ich komme da später drauf zurück. Ich habe da noch ein absolutes Hassthema im Petto. Aktuelle Internettechnologie ist das Stichwort. Erst mal aber zu den Mädchen die aussehen wie Nutten und an der Bushaltestelle rumstehen.</p>
<p>Heute Morgen also diese Mädchen da. Alle definitiv unter 18 und alle definitiv auf dem Weg zur Schule, da ich sie belauschen durfte wie sie über die Hausaufgaben sprachen, die sie alle nicht hatten. Enge Stretchjeans und billige Stiefel mit 12 Zentimeterabsätzen. Auf dem Weg zur Schule!</p>
<p>Die Farben alleine. Schlechte Moonwashed Jeans. Dabei gibt es doch eigentlich offiziell keine Moonwashed Jeans mehr, oder? Trotzdem: Bäh bäh bäh. Und dann mal hübsch die sowieso schon viel zu enge Jeans in die Stiefel oben rein gefriemelt. Die eine trägt sogar so Steifel wo knapp über das Knie gehen.</p>
<p>Ich erinnere mich wage daran, dass Julia Roberts in Pretty Women eben solche trug als Richard Gere sie auf dem Hollywood Boulevard geschossen hat. Schön sehen dazu die leicht über die Hose herausragenden String Tangas aus. Man bedenke: Wir haben seit drei Tagen echt Winter, auch wenn in Köln kein Schnee liegt, die Reste vom Schnee liegen noch im Grünstreifen und es doch okay ist zu sagen, es ist kalt. Das Ensemble der Mädchen, die aussehen wie Nutten an der Bushaltestelle wird komplettiert durch die Jacken. Ich nenne sie mal salopp die ähm Jennifer Lopez Wannabe from the Block Army Jacke. Fetter Fellkragen aber um den Bauch eher ähm, Bauchfrei. Daher auch freier Blick auf Steiß und Tanga. Ach, die Welt ist so schön. Die Mädschen kommen sicher alle aus Chorweiler. Also so wie sie sprechen, kann das schon passen. „Ey hassu Englisch?“ – „Habbisch nisch, hattisch nisch Bock“. Während sie so „Habbisch nisch willisch nisch“ sabbeln wackeln ihre überdimensioniert großen Metall Ohrringe und ein Bus fährt an ihnen vorbei und verziert sie hübsch mit Spritzwasser. „Ey Alter!“. Schön, einfach nur schön. Diese Metallohrringe erinnern mich immer an Christina Aguilera. Die sieht allerdings auch immer aus wie eine Schlampe. Nur ohne Bushaltestelle. Hat die gar nicht mehr nötig.</p>
<p>Dennoch frage ich mich einfach, warum sehen die Mädchen an der Bushaltestelle nur aus wie Nutten? Bevor ich der Antwort näher kommen kann, kommt mein Bus und kutschiert mich rasch in Richtung Schule.</p>
<p>Dort bekomme ich relativ schnell einen Tobsuchtsanfall. Es dauert echt gar nicht lange. Auf dem Stundenplan steht „Aktuelle Internettechnologien“ was toll klingt ist HTML. HTML Programmieren für Anfänger. Der Dozent erzählt komische Sachen und lässt einen Tabellen bauen in die man dann Bilder vom Kölner Dom einfügt. Am Ende des Tages sagt er dann „Jetzt können sie alle etwas HTML“. Arsch lecken denke ich mir und teile mich in zwei Schizophrene Gehirnhälften auf. Die eine rebelliert wie mit 16 im Mathematikunterricht und nimmt sich ein Beispiel an „Habbisch nisch willisch nisch“. Es geht nicht um Können oder Nicht Können. Es geht um konkretes Nicht-Wollen. Wie schreibt man das jetzt richtig? Verdammt scheiße. Es zieht sich von nun an durch jede Facette des Tages. Nicht wollen ist die Devise.</p>
<p>Stolli führt in der 15 Minutenpause ihre wirklich sehr schöne rote Wollmütze vor und simuliert eine Obdachlose in der Bahn die Diamanten verscheuert und ein kleiner Teil geht an sie um ihr Leben zu finanzieren. Da fällt mir ein, wir müssen nachher unbedingt rausfinden, was mit Gigolo Joe geht. Sassi sagt, Stolli sieht mit der roten Mütze aus wie ein armes Polenkind. Prinzipiell passt das ja jetzt auch zur Vorweihnachtszeit. Polenkinder rauben Deutsche Omas auf Weihnachtsmärkten aus. Und so weiter.</p>
<p>Nach der Pause. Der Dozent erzählt komische Geschichten davon, wie wichtig es ist im Vorstellungsgespräch zu wissen mit welchem Protokoll Daten verschickt werden. Sonst bekommt man nie einen Job. Es ist sowieso so, dass wenn man kein HTML kann dann kann man gar nicht als Pressesprecherin oder so arbeiten. Dann bleibt man weiterhin der Looser der Gesellschaft. Weil man kein HTML kann. HTML ist das A und O im Berufsleben von Pressesprechern, PR-Beratern und Textern. Blah blah blah.</p>
<p>Der Philosophenkönig belehrt mich aus der Reihe vor mir, es ist wirklich absolut gut und unendlich wichtig im Leben HTML zu können. Sonst kommt man zu nichts. Gar nichts. Andauernd braucht man HTML. Beim telefonieren, im Supermarkt, beim Sex. Überall. Immer. Kein easy living mehr ohne das zauberhafte HTML.</p>
<p>Verdammte scheiße, ich bin keine Eier legende Wollmilchsau, denke ich mir da. Und ich will auch gar keine werden. Never ever. Ich verweigere weiterhin komplett, stecke meine Füße von unten in die Heizung, weil es zieht auch noch wie Hechtsuppe im Seminarraum. Der Philosophenkönig fragt, was denn ist, wenn ich mal an ne Internetseite ran muss. „Dann rufe ich den Programmierer und den Webdesigner an. Die kennen sich damit aus!“. Basta. Ich will ne Betonmauer zwischen mir und dem Rest der Welt. Sofort.</p>
<p>Zwischendrin geht es dann endlich zum Start der Weihnachtssaisonnummer um Weihnachtsmärkte und der Dozent sagt während dessen zu etwas völlig anderem: „Ich tu das mal hier rein“ und bei uns werden Notizen gemacht. Tun tut man nicht. Vierte Klasse oder so. Zurück zum Thema Weihnachtsmarkt. Ist ja jetzt wieder. Sexy Weihnachtsmarkt. Philosophenkönig wirft ein, wie schrecklich das sei. Lauter Konsumverfehlungen. Wir sagen, er soll man hübsch den Mund halten, sein Multimediales Handy könne man auch als Konsumverfehlung einstufen. „Nee“, sagt er, „das ist ja voll nützlich“. Wir hingegen finden Weihnachtsmarkt auch voll nützlich: Mandeln, Zuckerwatte und Spießbratenbrötchen mit Zwiebeln sind bei uns direkt in den Top 3. Don&#8217;t forget the Glühweinthing! Ich persönlich bin vernarrt in Weihnachtsmarkt.</p>
<p>Ich liebe Weihnachtsmarkt. Im Winter vor zwei Jahren hatte die Freundin einer Freundin voll den Hammer Job auf dem Weihnachtsmarkt am Dom und wir haben da voll locker Schapss gehabt mit und für Touristen. Konsumverfehlungen. Philosophenkönig. Das sagt doch alles.</p>
<p>Ich denke über die Tatsache mit den Mädchen die aussehen wie Nutten nach und verhandle mit Banknachbarin Sassi professionell darüber, ob sie mir bitte die Lösungsdatei mal kurz per Emaille rüber beamen kann. Machtse auch, die coole Sassi. Ja, ja, alles wie früher. Sachen die man nicht will, will man einfach nicht. Komplettblockade mit Pubertärer Attitüde. Und noch Schpass dabei. Mach ich nicht, will ich nicht, will ich wirklich nicht. Und wenn ihr mir das nicht glaubt, mache ich euch den Tag noch zur Hölle. Den Tag mit den Aktuellen Internettechnologien. Zum Teufel damit. Oder: Isch ruf gleich Christina und die Jenny an und die tanzen dann hier mal ne runde um den Block. Ihr werdet schon sehen was ihr davon habt. </span></p>
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		<title>Tales from the past.</title>
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		<pubDate>Mon, 28 Jun 2010 07:21:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Administrator</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Mittagspause mit Kelly Family Feeling. (Milz an Großhirn).
Am Wochenende das erste Mal auf dem Weihnachtsmarkt gewesen. Es war überhaupt gar nicht schlimm. Freitagabend gab es Pasta mit Flusskrebsen und am Ende war da nur noch die Frage, wie der Flusskrebs auf den Teppich kam. Wir konnten samstags endlich mal lange schlafen. Vielleicht lag es daran, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h1>Mittagspause mit Kelly Family Feeling. (Milz an Großhirn).</h1>
<p><span>Am Wochenende das erste Mal auf dem Weihnachtsmarkt gewesen. Es war überhaupt gar nicht schlimm. Freitagabend gab es Pasta mit Flusskrebsen und am Ende war da nur noch die Frage, wie der Flusskrebs auf den Teppich kam. Wir konnten samstags endlich mal lange schlafen. Vielleicht lag es daran, dass wir endlich mal richtig spät ins Bett gegangen sind. So wie verrückte junge Leute. In den letzten Monaten hatte sich ja das „Oma-like-früh-ins-Bett-gehen“ sehr etabliert.</p>
<p>Immer noch horrende Probleme mit Rechtschreibung. Werde mich dafür später selber etwas geißeln. So, wie schreibt man nun dieses mit dem geißeln richtig? Keine Ahnung. Und Freitagabend? Aneinander? Getrennt? Word sagt zusammen. Ach verdammt, blick da mal noch einer durch.</p>
<p>Außerdem habe ich heute wieder HTML, nee Quatsch, jetzt CSS. Oder auch: Wir machen die Oberfläche schick. Farben. Bunt. Von neun bis fünf. Ich drehe durch. Draußen ein Hauch von Winter gepaart mit einem leichten Duft nach faulen Eiern. Großartig. Der Dozent redet ähnlichen Quatsch wie in der letzten Stunde, ich sehne mich nach Valium oder wahlweise Opium. Ich weiß es nicht. Opium bringt den Opi um.</p>
<p>Vorhin Mittagspause. Ich zog los um Sassi und Stolli Kinderschokolade und andere nette Sachen zu kaufen. Nervennahrung. Sonst hält man das ja hier nicht aus. Im Supermarkt Großkampf. Frage mich so langsam, was los ist mit den People hier in the City. Vor mir eine Gruppe spanischer Schüler die mehrere Sixpacks Bier und Pina-Colada-Flaschen kaufen. Mittags um 13 Uhr. Der Supermarkt platzt fast im Kassenbereich. Vor mir eine Mutter mit Kind. So eine super coole Südstadtmutti die aus dem Supermarktgang eine pädagogische Nummer für ihr Kind macht. Das geht so lange, bis das Kind sich wie ein fetter Käfer auf den Boden wirft und schreit und strampelt.</p>
<p>Hinter mir ein verrückter Alkoholiker. Er redet die ganze Zeit mit sich selber und trägt eine Sonnenbrille. „Bin auf Bewährung. Nachher erst mal nach Hause und schön einen runter holen. Ach und dann Haschisch rauchen“. Die Südstadtmutti läuft rot an. Die Kassiererin vertippt sich. Er lacht hämisch und zählt das Kleingeld für seine Flasche Korn. Und da erinnerte ich mich. An das Kelly Family Feeling. Dämlich aber glücklich. Wieder draußen dackelte ich entspannt zurück zum Seminar. Mich hetzte nix. Der HTML-Mann war schon vor mir da unter simulierte wieder die Wichtigkeit von Farbcodes für das Arbeitsleben eines PR-Profis. Ich sang kurz das Lied von der Verweigerung und verteile die Schoki unter den anderen Kindern. HTML Codes gegen Schokolade ist eine schöne Sache. Zwischendrin sangen wir das Spargellied aus ALF und waren kurz schier wahnsinnig. Dann wechselten wir über zu Otto. „Milz an Großhirn, Milz an Großhirn“. „Ruhe und halt dich raus aus dem Funkverkehr hier!“. Hach. Wäre doch noch Wochenende. Aber nö, Montag. Ich habe einfach keinen Vertrag mit Montagen.</p>
<p>Samstag. Der erste Gang zum Weihnachtsmarkt war quasi sexy. Wir nahmen den am Dom. Es war Samstagmittag, die Stadt wurde von einer Menschenmasse überrollt. Vier grölende Bayern klebten direkt am Glühweinstand herum und grölten bayerische Volksweisen und kamen sich sehr schick vor. Hinter uns standen zwei gediegene Briten. Besser: Ein Paar. Not amused waren die beiden. Wir auch nicht. Wir tranken unseren Glühwein und beobachteten einen jungen Mann, der bedrohlich zwischen der Theke des Glühweinausgabefensters und der Treppe hinab unter den Dom umherschwankte. Verzweifelt sah er aus. Er hatte dieses „Ein Glühwein zuviel Gesicht“. Einen Augenblick später war er verschwunden. Treppe runtergefallen? Aufs Klo gerannt? Wir wissen es nicht.</p>
<p>Wir bahnten uns unseren Weg durch die Hohe Straße. Um uns herum Großkampf. Gelangweilte Ordnungsamtmenschen standen an den Fluchtwegen und warteten auf Menschen mit Lust und Mut zur Ordnungswidrigkeit. Es hatten aber bloß alle voll Bock auf Extreme Shopping. Frauen und Mädchen schreien in Handys: „Ruf mich nachher noch einmal an dann rufe ich Dich noch einmal an, dann erzähle ich Dir was ich voll Krasses erlebt habe“.</p>
<p>Mitten in der Masse, die vor sich hin rollte. Kein Ausweg. Sagt ein Mann zu seiner Freundin: „Also, das mit der Säge ist doch total gut. Ich bekomme die zu Weihnachten und dann kann die ja in den Keller und dann kann die jeder benutzen. Das ist doch toll, Schatz!“. Die Freundin sagt gar nichts, ihre Augen verdrehen sich eher sehnsüchtig in Richtung Wäsche bei H&amp;M im Schaufenster. Klar, so eine Säge ist praktisch für jeden. Da kann dann jeder mal ran.</p>
<p>Manchmal frage ich mich, ob pünktlich zum ersten Adventswochenende ein Nervengas über der Bundesrepublik freigesetzt wird. Alle drehen durch. Menschenwalzen durchpflügen die Innenstädte und bei Saturn tragen gestandene Männer Mini-Hunde in gefakten Yves Saint Laurent-Taschen durch die CD-Abteilung und drängeln sich an der Schlange mit 50 Menschen in Richtung Ausgang. Ruft man dann erstaunt aus „Der Mann hat einen Hund in der Tasche“, bellt die Freundin des Mannes mit dem Hund zurück „Ja hat er!“. Sie hat einen Ton wie auf dem Kasernenhof drauf. Man will sie die Rolltreppe runterschubsen. Voll. Hunde und Kinder gehören zur Großkampfzeit der Wahnsinnigen in Menschenwalzen in Einkaufstraßen der Republik zu Hause gelassen. Oder bei Oma. Vor allem: Hunde gehören nicht in Taschen. Später sage ich, wie blöd ich die fand. Mein Wiesel hingegen fand es nicht so blöd von der, dass die mich anbellte, als sei sie selber ein Bernhardiner, der sein Schnapsfässchen selber geleert hatte. Ich habe am Ende einfach behauptet, dass die zu Hause sicher auch alle mal verhaut. Weil ich dann bockig war, bekam ich einen Adventskalender. Ich war umgehend sehr glücklich. Eine Frau, die neben uns stand, bemerkte dies laut und freute sich außerordentlich, dass ich mich außerordentlich freute.</p>
<p>Generell finde ich die Szenarien in der Vorweihnachtszeit schon großartig. Man muss einfach nur aufpassen dass der Wahnsinn einen selber nicht verschlingt. Als Zuschauer ist es wie großes Tennis. Am Ende wollte mein Wiesel Wurst, ich aber eher Crepes und trotz all dieser Gelüste entschieden wir uns, in einer Straßenbahn voller Verrückter in Richtung Schääl Sick zu gondeln. Zu Hause froren wir aufgrund der ebenfalls verrückt gewordenen Heizung. Nebenher hielten wir ein Nickerchen und warteten auf den Untergang der Sonne. Da es ja Winter ist, ging das recht schnell. Am Abend ging es mit einem Schlenker über den Vietnamesen zu Bernd Begemann.</p>
<p>Die beim Vietnamesen hatten auch was von dem Nervengas abbekommen. Wir hatten kaum Platz genommen und den Strohhalm vom Cocktail im Mund, da knallte man uns die Vorspeise auf den Tisch. Kaum hatten wir den Löffel nach der Vorspeise<br />
zur Seite gelegt, servierte man uns die falsche Hauptspeise.<br />
Weil es dem Wiesel egal war, naschte er etwas von der falschen Hauptspeise, die ihm dann prompt unter der Nase weggerissen wurde und einem anderen Gast am Ende des Lokals im Schweinsgalopp gebracht wurde. Nach gerade mal 40 Minuten standen wir leicht irritiert wieder auf der Straße. Entspannt geht anders. Wir schleppten uns überfordert von soviel Hetzerei durch die Schildergasse. Dort tummelten sich inzwischen Horden von Briten mit futuristisch anmutenden Nikolaushüten und grölten Weihnachtslieder. Die Seiten der Einkaufstraße waren über und über mit Haufen von Mc Donalds- Müllresten verziert. Erst behauptete ich, in den Cocktails wäre gar kein Alkohol drin gewesen aber in der Höhe der Neumarkt Galerie war es dann doch anders. Kein Wunder &#8211; wenn man zwei Mai Thais quasi auf Ex trinken muss, denkt man erst mal gar nicht darüber nach, was einen 15 Minuten und knapp 990 Meter später blüht.</p>
<p>Wir torkelten etwas durch die Mayersche und ich schaute mir ein Buch an, in welches ich mich drei Tage vorher beim Zeit totschlagen verliebt hatte. „Alle waren in Woodstock nur die Beatles und ich nicht“ oder so. Da wir schon am Vormittag geshoppt hatten, bliebt es nur beim Gucken. Dann ging es wieder mit der Rolltreppe runter und raus auf den Weihnachtsmarkt der Engel. Da war alles voll mit Menschen. Dennoch erstand ich einen Crepe mit Zimt und Zucker und war begeistert wie sich eine Dame mit Chorweiler Slang bei der Crepes- Bäckerin beschwerte, ihr Crepe sei aber nicht so dick wie der von den Menschen vor ihr in der Schlange. Crazy!</p>
<p>Am Ende landeten wir bei Bernd Begemann im Blue Shell. Dort war es zwar ganz nett, aber Bernd Begemann wirkte nicht so lustig wie sonst. Wir wünschten uns, er würde schick viel reden, dabei sang er einfach mehr als dass er sprach. Schade. Draußen hing ein Schild „Raucherclub“. Aber darauf folgte direkt ein Schild, auf dem zu lesen war „Vor und während des Konzerts bitte nicht rauchen“. Begemann begründete das damit, er sei die Mariah Carey der Indie Szene. Prost. Weil die Garderobe nicht in Malve sei, habe er sowieso schon einen hysterischen Anfall gehabt. Glaubte ich sofort.</p>
<p>Bernd Begemann hat außerdem einen neuen Tick mit den Augenbrauen, haben wir festgestellt. Nichts Schlimmes, aber wir haben es gemerkt. Wir waren nämlich wegen des gehetzten Essens beim Vietnamesen so früh da, dass wir noch dem Soundcheck beiwohnen durften. Und da entdeckten wir es: Das Zucken. Aber: Großartige Künstler wie Bernd Begemann dürfen großartige Ticks haben.</p>
<p>Während wir etwas froren und Bernd den Song mit Kelly-Family- Feeling sang, stellte ich fest, dass ich anscheinend schon länger zwei Meter neben meinem Ex-Freund rumstand. Eine Tatsache, die einen grübeln lässt. Es war mir anscheinend so, als habe mein Gehirn anscheinend vergessen, wer er war. Anscheinend gut. Wir warteten noch eine Weltpremiere eines Stückes ab und dann gingen wir, das Wiesel und ich, anscheinend und wirklich direkt nach Hause. Wir gingen aus Versehen eine Runde um den Block zum Taxistand, der eigentlich direkt vor dem Blue Shell ist. Anscheinend hatte mir die Kälte im Blue Shell das Gehirn geeist. Macht aber nichts. Wieder ein Abend, an dem das Wiesel und ich voll lange wach waren. Wir kamen zu Hause an und machten eine Notiz im Kalender. „Voll lange wach geblieben“. Dann schliefen wir ein.</p>
<p>Sonntag. Der war ruhig. Alles, was mich aus der Fassung brachte war, dass auf Vox bei „Auf &amp; Davon“ zwei Mädchen auf dem Weg zum Pilgern über den süßen Jakobsweg begleitet wurden. Ihre erste Amtshandlung war der Einkauf von Kondomen. Ich weiß nicht, habe ich das mit dem Pilgern falsch verstanden oder die? Am Abend sehr verwirrt gewesen nach Lektüre vom neuen Christian-Kracht-Buch. Weiß noch nicht, was ich davon halten soll. Ich habe alleine den ganzen Sonntag gebraucht, um zu checken, wie er das alles so meint. Gegen Abend dann Mogadischu geschaut. Frage mich, ob das alles so Sinn macht. Außerdem macht es nicht Sinn, sondern ergibt Sinn. Am Ende eingeschlafen und geträumt, meine Mutter schüttet alle meine Spielsachen auf einen großen Haufen zusammen. Werde wach, weil ich sie anschreie, sie soll das lassen.</p>
<p>Als der Wecker klingelt, behaupte ich, dass wir nicht raus können. Das Wiesel nicht zur Arbeit, ich nicht ins Seminar. Treppenhaus ist geklaut. Am Ende ist es doch noch da und der Montag nimmt seinen Lauf. Außerdem ist ZDF-Morgenmagazin-Woche. Das ZDF Morgenmagazin ist eine ganz schlimme Sache. Der Turnschuh-Inder und dieser ekelige Sievers machen mich bekloppt. Wenn ich dessen Stimme schon höre, laufe ich Amok im Hausflur. Da kann man nichts machen. Verdammte Scheiße, wo sind denn jetzt hier eigentlich der Einstieg, der Höhepunkt und das Ende hin? Ich weiß es nicht. Während ich grüble, wo das Ende und der Höhepunkt sind, machen Stolli und Sassi dem Wahnsinn eine schöne Liebeserklärung und singen „Börti, Börti Vogts, yeah“.</p>
<p>Da ruft der Dozent die Pause aus und macht das Fenster auf. Auf dass der schicke Faule-Eier-Geruch hier alle total verrückt machen wird. Und dann stifte ich alle an, als Menschenwalze durch den Supermarkt zu rauschen. Jawoll, so wird es apokalyptisch enden. Die Pause ist vorbei. Der HTML-Mann sagt immer wieder den Satz: „Ja, sie lernen hier eine neue Sprache und sie müssen bereit sein, diesen Schritt zu gehen“. Allerdings.</p>
<p><em>Wer Fehler findet, darf sie behalten.<br />
</em></span></p>
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		<title>Mmmmh. Lecker. Ein perfektes Menü. Looki, looki. Alles selbstgemacht.</title>
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		<pubDate>Mon, 28 Jun 2010 07:18:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Administrator</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kochen - Rezepte]]></category>

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		<description><![CDATA[]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_80" class="wp-caption aligncenter" style="width: 310px"><img class="size-medium wp-image-80" title="IMG_0266" src="http://sprachrodeo.de/wp-content/uploads/2010/06/IMG_0266-300x225.jpg" alt="Hummer Thermidor. Noch fancy im Ofen." width="300" height="225" /><p class="wp-caption-text">Hummer Thermidor. Noch fancy im Ofen.</p></div>
<div id="attachment_81" class="wp-caption aligncenter" style="width: 310px"><img class="size-medium wp-image-81" title="IMG_0267" src="http://sprachrodeo.de/wp-content/uploads/2010/06/IMG_0267-300x225.jpg" alt="Da liegt er hübsch auf dem Teller. Der Hummer. " width="300" height="225" /><p class="wp-caption-text">Da liegt er hübsch auf dem Teller. Der Hummer. </p></div>
<div id="attachment_82" class="wp-caption aligncenter" style="width: 310px"><img class="size-medium wp-image-82" title="IMG_0271" src="http://sprachrodeo.de/wp-content/uploads/2010/06/IMG_0271-300x225.jpg" alt="Feine Jakobsmuscheln mit jungem Mangold und wilden, alten Tomaten." width="300" height="225" /><p class="wp-caption-text">Feine Jakobsmuscheln mit jungem Mangold und wilden, alten Tomaten.</p></div>
<div id="attachment_83" class="wp-caption aligncenter" style="width: 310px"><img class="size-medium wp-image-83" title="IMG_0269" src="http://sprachrodeo.de/wp-content/uploads/2010/06/IMG_0269-300x225.jpg" alt="Sommerrollen an Algensalat mit Sesam." width="300" height="225" /><p class="wp-caption-text">Sommerrollen an Algensalat mit Sesam.</p></div>
<div id="attachment_84" class="wp-caption aligncenter" style="width: 310px"><img class="size-medium wp-image-84" title="IMG_0275" src="http://sprachrodeo.de/wp-content/uploads/2010/06/IMG_0275-300x225.jpg" alt="Fischcurry. Als Finale." width="300" height="225" /><p class="wp-caption-text">Fischcurry. Als Finale.</p></div>
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		<title>Best of. Ich hol mal alte Geschichten aus dem Keller rauf.</title>
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		<pubDate>Mon, 28 Jun 2010 06:58:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Administrator</dc:creator>
				<category><![CDATA[Alltagsdramen]]></category>
		<category><![CDATA[Nur geträumt]]></category>

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		<description><![CDATA[Hitlers Filzläuse und die Prinzessin im dritten Stock. Wie ich mit Thekla Carola Wied Heroin im Westerwald holte
Die Guido Knoppisierung auf dem Höhepunkt. Ich so Freitag am rumhängen und so dann der große Schock: Die alltägliche Nachmittagsberieslung auf ARD und ZDF fiel flach. Obama machte in Dresden und dann bei Weimar halt und ich wurde [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h1>Hitlers Filzläuse und die Prinzessin im dritten Stock. Wie ich mit Thekla Carola Wied Heroin im Westerwald holte</h1>
<p><span>Die Guido Knoppisierung auf dem Höhepunkt. Ich so Freitag am rumhängen und so dann der große Schock: Die alltägliche Nachmittagsberieslung auf ARD und ZDF fiel flach. Obama machte in Dresden und dann bei Weimar halt und ich wurde Zeuge einer bizarren Live Übertragung. Zeitgleich aber mit jeweils anderem Ton Bilder aus Buchenwald. Ich fand es mehr als Geschmacklos.</p>
<p>Ich fragte mich, seit wann man Live jeden Pups auf einem Staatsempfang über den Äther schicken muss. War das schon immer so? Ich kann mich nicht entsinnen. Beim ZDF wurde es weitaus ekeliger vertont, als bei den Schergen vom Ersten. Guido Knopp himself erzhälte erneut gequirlte Scheiße. Man könnte fast glauben, würde Hitler noch leben, dann ständ Knopp bei Hitler auf der Gehaltsliste. Manch ein Satz ging durch Mark und Bein. “Jetzt gehen Sie durch das Tor, liebe Zuschauerinnen und Zuschauer”.</p>
<p>Guido Knopp und die verzweifelte Verzerrung Deutscher Geschichte. Warum macht der Mann das eigentlich? Hitlers Frauen, Hitlers Autos, Hitler Häuser, Hitlers Flizläuse. Bäh. Einfach nur zum Schämen. “Sie gehen durch das Tor, da steht Jedem das seine, meine Damen und Herren”. Guido Knopp, Du dummes Arschloch, wenn ich Dich kriege, dann hau ich Dir so richtig aufs Maul. Aneinandergereite Pietätslosigkeit als O-Ton. Auf dem Bildschirm sieht man zwei alte Männer die den Wahnsinn überlebt haben und Guido Knopp sagt fürchterlich ernst “Es hat ja niemand gewusst was damals passiert ist. Keiner hat es gewusst. Bis zur Befreiung”. Knopp Du Arsch, es reicht. Alle haben es gewusst. Und es ist eine Schande. Über die privaten regen sich die öffentlich rechtlichen auf wenn Teenies Erwachsene auf Probe sind, aber eine vier Stunden lange Pietätslosigkeit auf dem Rücken des Größten Schreckens der Geschichte darf Guido Knopp rumreiten, als gäbe es keinen Morgen mehr. Pfui, einfach nur Pfui. Geschmacklos. Ohne Ende. ARD und ZDF, setzen Sechs.</p>
<p>Überhaupt um das Deutsche Fernsehen ist es schlecht gestellt. Da Erwachsene auf Probe, ab nächste Woche sucht Giulia Siegel nen Mann für gewisse Stunden auf irgendeinem der anderen Programme und die Soapdarsteller der ARD Produktion “Verbotene Liebe” sind anscheinend auch gezwungen, auf Sparflamme zu kochen. Heute festgestellt, die neue Prinzessin aus Verbotene Liebe wohnt nun samt Hund oben unterm Dach. Zack Bumm. Der Abstieg eines Serienstars. Ab nach Köln Kalk. Nix mit mondänem Dasein. Ich kann kaum die Folge mit dem Promi Dinner erwarten, wenn sich das Kamera Team an den zwanzig Marrokanischen Teeläden vorbeischlängelt und oben unterm Dach schwingt die Prinzessin dann das Zepter für ein paar Sekunden Rausch und Ruhm.</p>
<p>Alles verkommt, Guido Knopp wagt es immer noch zu sagen, hat ja keiner was gewusst von und die Gehälter der Serienadligen fallen in den Keller. Soziales Monopoly am Rande des Wahnsinns, fremdschämen für 15 von 30 Programmen und alles was bleibt ist ein Funken Hoffnung. Es kann nur besser werden. Deutschland, ich bin Deine frechen Lügen leid. So oder so. Es ist zum fremdschämen. Immer und überall.</p>
<p>Dann noch eine verkackte Europawahl, wählen will auch keiner mehr. Der Sommer ist auf Pause gestellt. Das ist ja alles ganz fürchterlich großartig. Ich mach mir jetzt nen Kaffee und schaue aus dem Fenster zum Hof. Vieleicht reißt die Nachbarkatze dem Kater von links gegenüber heute mal das Ohr ab. Man kann ja nie wissen.</p>
<p>Und Guido Knopp, dich krieg ich noch. So eine schlimme Scheiße. Das ZDF gehört für die Nummer eigentlich mindestens drei Wochen ausgestellt. So von ganz oben. Es ist sowieso am Ende mit diesem ZDF, das Morgenmagazin ist zum kotzen und Ben Wettervogel ist der schlechteste Wettermensch der Republik. Ein Wetteransager mit einem Künstlernamen. Nachtigall, ick hör Dir trappsen.</p>
<p>Treiben in der Sinnlosigkeit des Seins, untermalt durch den O-Ton von Guido Knopp. Der Alptraum schlechthin. Apropos Alptraum und das Fernsehen:</p>
<p>Träumte heute nacht, war mit Thekla Carola Wied und dem gesamten Clan aus &#8220;Ich heirate eine Familie&#8221; Heroin kaufen im Westerwald. Wurde schweißgebadet wach. Was soll man da noch denken? Am besten gar nichts mehr</span></p>
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		<title>Best of. Ich schiebe ein paar vergessene Geschichten wieder nach vorne.</title>
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		<pubDate>Mon, 28 Jun 2010 06:57:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Administrator</dc:creator>
				<category><![CDATA[Reisen]]></category>
		<category><![CDATA[Analoge Echtzeit]]></category>
		<category><![CDATA[Belgien]]></category>
		<category><![CDATA[Rose Jakobs]]></category>
		<category><![CDATA[Wozu eigentlich diese Tags?]]></category>

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		<description><![CDATA[Milieudienst verhuurt duizendste groencontainer*. Ein Bierkätzchen auf dem heißen Blechdach. Don&#8217;t mention the war. These are those Germans. Fragmente aus sieben Tagen voller Analoger Echtzeit
Der Tatort um viertel nach acht markiert ja eigentlich den Sonntag. Habe nun bei sinnlos angetriebenen Recherchen entdeckt, dass eigentlich jeden Abend irgendwo ein Tatort läuft. Stellt man sich geschickt an, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h1>Milieudienst verhuurt duizendste groencontainer*. Ein Bierkätzchen auf dem heißen Blechdach. Don&#8217;t mention the war. These are those Germans. Fragmente aus sieben Tagen voller Analoger Echtzeit</h1>
<p><span>Der Tatort um viertel nach acht markiert ja eigentlich den Sonntag. Habe nun bei sinnlos angetriebenen Recherchen entdeckt, dass eigentlich jeden Abend irgendwo ein Tatort läuft. Stellt man sich geschickt an, kann man also jeden Tag ein Sonntagsgefühl simmulieren. Ich war nahe zu 60 Minuten völlig Begeistert von meiner Entdeckung.</span></p>
<p>Draußen Regen. Seit der Rückkehr von unserer kleinen Europareise hatte sich die Sonne verabschiedet. Donnerstags auf dem Weg durch eine Wand voll Regen im ersten Zipfel Belgien, direkt hinter der Maas, gestrandet. Die Wand aus Regen zwang uns im Hotel Restaurant ein illustres Schauspiel zu erleben. Wir und die anderen. Unsere und deren Sprache. Belgien, dieses sprachgebeutelte Luder schlug zu. Überhaupt hat mich Belgien sehr überrascht. Was ich in zwei Jahren französisch nicht lernen wollte brachten mir die Frankophilen Belgier in zwei Tagen bei.</p>
<p>Kurzzeitig war ich absolut der festen Überzeugung, Europa ist total toll, aber funktioniert nur im Kopf. Denn in Echt ist es vor allem vielleicht in Belgien ein verrückter Clash. Deutsche Stadtteile beglischer Städte mit Französischen und flämischen Namen, eine Handvoll spricht dann doch auch noch Niederländisch. Deutsch verstehen doch noch eine Menge mehr, als man ahnt. Ausgeliefert im Borderclash der Sprachen die keine Grenzen kennen. Europa. Du wahnsinnige Idee. Aber es war ein toller Ausflug über Straßen mit Höchstgeschwindigkeit neunzig. Wenn überhaupt. Und es ist so gemein, wenn wir reden, verstehen die immer alles. Wenn die reden, wir nur Bahnhof. Merde au lait.</p>
<p>Ein an jenem Wochenende zeitgleich in Brüssel stationierter Freundestrupp ahlte sich derweil im Brüsseler Nachtleben und brachte so schöne Sätze wie “I dont&#8217;t understand the whole concept of going home” mit Heim. Im Angesicht der Brüsseler Morgensonne turnte mein liebes Bierkätzchen über die Dächer von Brüssel und rettete der internationalen DJ-Szene den Arsch.<br />
Das nächste Ding ist sowieso Jumpstyle. Habe ich mir überliefern lassen.Soweit so gut, in der Paralellwelt wird immer noch in der Taktung eines Chinesischen Tischtennismeisterschaftkampfes gelebt.</p>
<p>Dann also irgendwann der Tag namens Dienstag. Another day with zuviel Zeit. Schreibe mal wieder mehrere Bewerbungen und kann mich dabei selbst kaum noch ertragen. Neulich habe ich eine so nette Absage von so einer vier Köpfigen PR Klitsche aus Köln bekommen, dass ich kurz Krupp Bomben werfen wollte. Man schrieb mir, ich habe für ein Volontariat im Bereich PR einfach nicht genug Erfahrungen. Ich frage mich so langsam, welchen Mensch der alles kann und alles weiß und nix kostet, diese Arschgeigen da draußen suchen. Eine Bekannte, die in Personalvermittlung macht, hat mir sowieso gesagt, die sind gerade alle wie Schweine. Sie hat jetzt inzwischen einen Tussi Ordner, denn manche Chefs fordern knallhart Ärsche zum anpacken. Tussis unter dreißig. Denn zu Hause hätten sie ja schon Altenheim genug. Die Welt ist einfach schlecht und ungerecht. Als ich vor einigen Wochen mal mit einer Agentur telefonierte, wollten die eine Aushilfe für den Telefonempfang in Teilzeit mit nem Hochschulabschluss in zum Beispiel Kommunikation und am besten fünf Jahren Berufserfahrung. Für halbtags Notizen machen, wenn wer angerufen hat. Großer Gott.</p>
<p>Dann rauscht der Club der Bösen Mädchen auf Pro Sieben an mir vorbei, wie weißes Rauschen. Draußen immer noch unbeständiges Wetter, oben im vierten Stock Rohrbruch oder so und darum gerade kein Wasser. Was solls. Ich werde es überleben. Der Dienstag geht vorbei und ein Mittwoch folgt auf dem Fuße. Gegen Nachmittag absinken der Betriebslaune. Zwei Absagen durchs Telefon geflötet. Gegen 17 Uhr kommt der Gedanke nach Bier. Gegen Abend dann auf zum Bierrettungsschwimmen mit dem Bierkätzen. Schlecht gelaunt ziehen wir durch die Innenstadt. Da ich die Toleranz abgeschafft habe, wettern wir gegen alles. Fußgänger. Rentner. Immigranten Kids. Zaunpfosten. Selbst die Liegestühle sind uns zu blöde.</p>
<p>Wir liegen da, in diesen viel zu tiefen Liegestühlen und schauen auf die Autos die sich über den Asphalt an uns vorbeiwalzen. Stell Dir vor, es wäre das Meer sage ich. Kurz schließe ich die Augen. Ich wünsche mir Analoge Echtzeittage. Mit dem Geruch wie Heu. Tage die riechen wie Sonne. Der Geruch von frisch gemähtem Gras. Das Zirpen der Grillen. Grillen hören mit ihren Beinen. Ich wünsche mir Tage, an denen die Nacht schläft. Tage wie früher, ohne Sorgen vor den Morgen. Analoge Echtzeittage. Ich muss irgendwie in den Neunzigern anrufen, ob da noch was übrig ist. Vielleicht krieg ich bei Rudis Resterampe noch günstig etwas Analoge Echtzeit.</p>
<p>Gegen fast Mitternacht liege ich zu Hause. Sinniere über das Wortgebilde &#8220;te huur&#8221; und &#8220;verhuren&#8221;. Als wir aus Belgien rausfuhren, aus LüttichLiegeClash raus, in die Ardennen hinein, kamen wir über eine Hurenstraße wie sie schöner nicht sein konnte. Im doppelten Sinne. Einerseits Damen auf Barhockern in Schaufenstern. Alles in kleinen Dörfchen am Straßenrand, mon amour und so ein Quatsch. Da saß dann auch eine Hure mit langen blonden Haare, mit großer, schwarzer Rahmenbrille und las eine Tageszeitung und sah ziemlich angeödet aus. Irgendwie war die Hure viel zu hübsch sagten wir. Eine zu hübsche Hure auf der Straße der Huren. Übrigens mittendrin, zwischen all den Dörfern und Clubs der Liebe: Eine Kaserne. Alles klar.</p>
<p>Wir sinnierten schon auf der Fahrt hinein in das Bermuda Dreieck der Benelux Länder über das Verb “vermieten” auf Niederländisch, Hure muss ja irgendwie von da kommen. Leider ist die Informationsaat zu diesem Wort irgendwie Mau. Wikipedia ziert sich etwas. Seltsam die Sache mit den Hurendörfern an der Hurenstraße von Belgien nach Deutschland. Die Häuser, allesamt schnucklig mit Vorgarten, aber auf dem Dach ein fettes Club Tropicana. An vielen Nachbarhäusern prankten Schilder von belgischen Immobilienfritzen. Te huur. Mon Amour.</p>
<p>Jetzt inzwischen schon Donnerstag. Texte wachsen irgendwie zäher. Nichts mehr von Speedy Gonzales auf der Tastatur. Aber denken geht noch, nur jetzt länger und tiefer. Nicht unbedingt schlecht. Ich schaffe es ja nicht mal mehr, eine Nacht durchzumachen. Wie habe ich das eigentlich geschafft? Keine Ahnung, ist mir jetzt aber egal, ich versuche gerade einem gefühlten Becken voller Depression zu entkommen. Dieses Becken tat sich gestern auf, als die Absagen via Telefon empfangen wurde. Merde au lait, was für ein Dreck. Wahnsinn. Aber jetzt nicht durchdrehen. Am Donnerstag muss man sich zusammenreißen, auch wenn der Mittwoch meinte, er müsse einen Abgrund bieten.</p>
<p>Aber es war ein schwerer Tag. Ich wollte nicht aufstehen. Und ich wollte weinen. Das verging mir aber schnell, weil das Fernsehprogramm am Morgen schon so schlecht war, dass ich aufstehen musste um den Stecker zu ziehen. Außerdem war ich auf einen Freundschaftsbesuch in der heimlichen Hauptstadt des Potts verabredet. Duisburg. Aber auch dort verfolgte mich der Beckenmeister des Beckens voller Depression. Ich wollte nicht so recht.</p>
<p>Jetzt gegen Abend geht es etwas besser. Fuck the crisis, denke ich mir. Wird schon irgendwie werden. Gestern habe ich übrigens die tollste Geschichte aus dem Arbeitsleben ever gehört: Ultra Gleitzeit. Das ist ganz super. Da muss man dann nur noch ins Büro kommen, wenn was ist. Eigentlich bleibt man also zu Hause und hängt rum. Ich simmuliere mir nun selber Ultra Gleitzeit. Außerdem bekam ich den grandiosen Tipp, auf mein Jammern “Ich finde keine Arbeit”, “Du, schreib doch mal nen Blog!”. Ja! Das ist es! Da wäre ich ja selber niemals drauf gekommen. Wir mussten alle ganz schön lachen. Bierkätzen verschluckte sich fast am Weizen und für einen Moment waren alle Sorgen vergessen.</p>
<p>Taktung des Lebens nach Fernsehlandschaft ist ein Übel, welches einen nach zuviel Zeit irgendwann einholt. Alle Bücher sind gelesen, die ich zu lesen hatte. Selbst Charles Dickens mit Große Erwartungen habe ich nun geschafft, aber ich bin mir noch nicht sicher was ich davon halten soll. Eventuell kommt das noch. Man weiß ja nie. Taktung nach TV. Heute die Kinder die nach Sibirien geschickt werden. Komisches Format. Aber nix geht gegen diese neue Show von Till Schweiger. Also ich selber konnte das gar nicht gucken, aber jemand anders hat das für mich gemacht. Ich habe es versucht, aber ich musste nach ca. 10 Sekunden davon weg, ich musste umschalten, der Fremdschämfaktor war zu fies.</p>
<p>Der geklaute Satz der Woche ist aber aus diesem Grund der phänomenalste Schwachsinn seit dem sechzig Euro Frühstück im Radisson in Brüssel: “Als Schauspieler brauchst Du Deinen Kopf nicht. Dein Kopf stört”. Merde au lait, ich dräh dorsch.</p>
<p>Im Übrigen frage ich mich, warum so hochklassige Hotels es wagen, Rührei aus der Tube zu servieren. Das letzte Kapitel in Sachen Belgien. Wir also so Samstag schlaftrunken so zum Frühstück runter. Die nette Dame so: please sign here. Ratatam, ratarata. Sechzig Euro. Und da war es zu spät. Es war gebucht und wir also auf in den Kampf. Aber es gab nix was den Preis rechtfertigte. Der Speck hatte nur kurz die Höhensonne gesehen und das Rührei kam aus der Tube, vielleicht war es nie in einem Huhn.</p>
<p>Da guckste in die Röhre. Pustekuchen. Ich stocherte so im Tubenrührei herum und versuchte so viel Babybel zu essen um Mengenmäßig die 30 Euro für meine Frühstück irgendwann zu erreichen. Klappte aber nicht. Ich bat meinen Liebsten um ein angeblich weiches Ei und er schleppte ein so angeblich weiches Ei an. Ich köpfte es und der gelbe Dotter schwamm locker leicht im klaren Eiweiß herum. Eine zarte Schicht von einem halben Zentimeter gekochen Ei umhüllte das zarte gelbe Innere. Außerdem war es kalt. “Nicht mal Eier kriegen die hier auf sechs Minuten hin!”, moserte ich und schob das Ei auf Seite. Gegenüber sagte die Amerikanische Großmutter zu ihrer Enkelin: “These are those Germans”. L&#8217;addition s&#8217;il vous plaît.</p>
<p><em>Übersetzung für den ersten Teil der Überschrift:<br />
*Die Umweltagentur vermietet den tausendsten Grüncontainer.</em></p>
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		<title>Hej, kleines Mädchen. Hey little Girl. (When everything goes wrong. Sometimes it makes no sense. There once was a time, I should have known better).</title>
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		<pubDate>Thu, 21 Jan 2010 20:03:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Administrator</dc:creator>
				<category><![CDATA[Beautiful Burnout]]></category>
		<category><![CDATA[Gestern]]></category>
		<category><![CDATA[Kurzgeschichten ohne Namen aber mit Grund]]></category>

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		<description><![CDATA[Was ist schlimmer, frage ich mich? Wenn Zeit vergeht, wenn man gestern vergisst oder wenn man Angst hat in Pfützen zu versinken? Pfützen voller Regen? Oder wenn man einfach etwas aufgibt. Um etwas neues zu beginnen? Eine helle Stimme singt. Ach, sie ist nicht in meinem Kopf. Es ist bloß MTV. MTVIVA haben mein Leben [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><span>Was ist schlimmer, frage ich mich? Wenn Zeit vergeht, wenn man gestern vergisst oder wenn man Angst hat in Pfützen zu versinken? Pfützen voller Regen? Oder wenn man einfach etwas aufgibt. Um etwas neues zu beginnen? Eine helle Stimme singt. Ach, sie ist nicht in meinem Kopf. Es ist bloß MTV. MTVIVA haben mein Leben auf dem Gewissen. Gewissen hat schon lange keiner mehr. Left me confused? I will not be confused. Suffer well.</p>
<p>Nicht so schnell. 2002</p>
<p>Einmal, da wurden wir gerieten wir in eine Polizeikontrolle. Es muss im Jahr 2002 gewesen sein. Wir trieben uns an der Düsseldorfer Rennbahn herum. Die Sonne ging gerade unter, wir stiegen in den Wagen und waren nicht einmal 450 Meter gefahren, da tauchte sie aus dem Nichts auf. Die Polizeikontrolle. Ich warf mich mit den Drogen aus dem Wagen, während wir gebeten wurden auszusteigen. Wir standen da, geblendet von Scheinwerfern. Einer von uns musste mit auf die Wache. Während die Polizei den einen abführte, trommelten wir anderen nervös auf die Armaturen des zweiten Wagens, den Wagen des anderen Freundes. Wir hatten Sonnenbrillen auf, dabei war die Sonne längst unter gegangen. Kaum war der Wagen der Polizei hinterm Horizont verschwunden, rollte ich über das Gras der Gartenanlage, welche die Ausfahrtwege säumte. Die Lichter der Stadt waren grell. Ich fand alle Drogen im tiefen Gras wieder. Wir stopften sie in die Taschen und fuhren zur Polizei um den dritten aus unserem Bunde auszulösen. Danach ging der Höllenritt weiter. Noch in der selben Nacht blieb jemand von unseren Freunden in einem Aufzug stecken. Wir merkten es vier Stunden lang nicht. Dann kam erneut der Morgen. Can you hear the drums?</p>
<p>A lie is a lie. 2004</p>
<p>Einmal, da kam ich nach Hause. Gerade erst ware ich umgezogen. Es war zwei Sommer nach dem wir auf der Rennbahn die im Gras verstecken Drogen im Sonnenuntergang zusammen sammelten. Die Wohnung war groß, kalt und leer. Nichts war darin. Es war eine Leere Lüge auf 140 Quadratmetern. Ich kam hinein, die Wände waren rot. Rot wie blut. Der Wahnsinn war wirklich geworden. Mitten in der Küche stand die Waschmaschine meiner Großmutter. Ich hörte den Schlüssel in der Tür. Das Monster kam heim. Es war nicht allein. Zwei Nutten hatte er dabei. Erst vögelte er sie auf dem Sofa meiner Oma. Dann hämmerte er gegen die Tür des Zimmers in dem ich mich in Sicherheit gebracht hatte. Ich sprang aus dem Fenster. Tage später passten die Schlüssel zur Wohnung nicht mehr. Eine Woche später, alles war immer noch rot. Es sollte rot bleiben. Über Jahre. Broken Windows Broken Flowers Broken Dream. Step back in my head.</p>
<p>And you loved. 2006</p>
<p>Einmal träumte ich, Großmutter sei wieder bei uns. Ich stand in einem Raum. Ich konnte sie riechen, ich hörte sie atmen. Ich sprang an ihr hoch, ich berührte ihren wunderbaren, faltigen Hals. Sie roch so wunderbar. Ich sah auf mich selbst hinunter. Ich war sechs Jahre alt. Da stand ich, mit der Oma an der Hand. Rundherum der Kreis der Tanten und Onkels. Seht ihr sie denn nicht, ja seht ihr sie denn nicht?, rief ich in die Stille hinein. Ich spürte den Teppich meiner Großmutter unter meinen nackten Kinderfüßen. Niemand sah Großmutter. Ich wurde wach. Ich war 26. Ich lag in einem Bett eines Mannes von dem ich dachte er sei der richtige. Ich weinte den ganzen Tag. Am Abend kam ich vom einkaufen. Der Mann, in der fremden Wohnung, die nie ein zu Hause war, gab mir vier Plastiktüten mit meinen Sachen, 400 Euro. Er setzte mich an einer Straßenecke ab und verschwand in der Toskana. Danach wanderte ich durch die zweite Spur des Jetzt, besoff mich auf Düsseldorfer Straßenfesten mit Mochitos. Am Ende kaufte ich eine Paul Young Platte, wegen des Liedes „Please come back and stay“. Ich nahm den ICE und vergas die Platte auf der Hutablage. Dann kam Wochenlang nur nichts. The light burned my eyes.</p>
<p>When I wasn&#8217;t there. 2008</p>
<p>Take me down. Es war Januar. Draußen, grau in grau. Kein Boden mehr unter den Füßen. Lost in Disko. Wie viele andere, aber ich konnte es nicht mehr verdrängen. Ich sah einen Film über Island. Die Farben machten mir den Gar aus. Ich weinte drei, vier Stunden. Ich vegetierte tagelang in meiner Wohnung. I didn&#8217;t answer the phone. Ich sah nicht mal mehr den Mond des Nachts. Es war nur noch dunkel. Weinen wegen der Farben von Island. Ich wusste, jetzt reicht es. Ich wusste, so kann ich nicht alt werden. Ich kann nicht mit 30 oder so in der dunklen Nacht stehen und darauf waren, von der Diskokugel erschlagen zu werden. Scheiße. Ich will ein Haus im Grünen. Zum Finale absolvierte ich ein hysterisches Karneval, drei Tage lang. Blood on a tissue on a train. Sun goes down. Temperature drops. Beautiful Burnout. Am Ende wusste ich, das ist es gewesen. Erst hat es nicht weh getan. Es tat erst weh, als ich nicht mehr da war. Während ich nicht da war, hinterließ ich ein Bild von mir, das ich selber nie gesehen habe. Und das war das wirkliche Ende. Die Einsicht: Niemand war mehr da. Keiner mehr. Sie waren nie wirklich da. Wir waren wie Spiegelbilder, die miteinander in dunklen Löchern die Nächte und deren Tage totschlagen wollten. Weil wir uns selber am Tage nicht ertragen konnten. Weil wir wirklich schlechte Schauspieler waren. Sind. The talk is all over town. When everything goes wrong, it does not make sense. Im Dunkeln sah man das nicht so gut. Am Ende ist man immer nur noch mit sich selber. All I can see is Doris Day. Disappearing. And the light burns my eyes.Es ist alls wirklich gewesen. It was no dreaming. You see nothing. You&#8217;ll pass this on, won&#8217;t you?</span></p>
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		<title>Love is all we wanted. Katzen jagen Katzen. Elstern tanzen auf Bäumen. Hysterie tropft aus dem Fernseher.</title>
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		<pubDate>Mon, 18 Jan 2010 22:33:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Administrator</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kurzgeschichten ohne Namen aber mit Grund]]></category>
		<category><![CDATA[Love is all we wanted]]></category>
		<category><![CDATA[Schneeblindheit]]></category>

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			<content:encoded><![CDATA[<p><span>Wenn ich raussehe, sehe ich die Meisenknödel. Sie wiegen so sanft im Wind. Die Nachbarskatze jagt die zweite Nachbarskatze. Es klingelt. Die Müllmänner rollen die Tonnen aus dem Hof. Letzte Schneereste verbergen sich in Ecken. Der Winter ist weg. Optisch. Gefühlt ist er noch da. Ich empfand ihn, den Winter, nicht als gefährlich. Gewartet habe ich auf den Sturm. Aber der Sturm kam nicht. Nicht mal ein Windhauch. Schnee fiel vom Himmel und Hysterie tropfte aus dem Fernsehempfangsgerät. Hysterie kann man nicht aufwischen. Sie versickert im Teppich.</p>
<p>Ich kann mich erinnern, am Tag bevor der Sturm kommen sollte, versank ich mit der Hysterie im Teppich. Und als eine versprochene Live-Schaltung zum Wettermann nicht gemacht wurde, stolperte ich über die Teppichkante und landete mit dem Kopf im von Hysterie durchsickten Teppich und schrie „Warum schalten die jetzt nicht um? Ich will den Sturm sehen!“.</p>
<p>Kein Sturm kam. Samstagabend, Tage später nach dem Sturm, der hier keiner war, aber anderorts meterhoch die Landschaft in Ruhe tauchte, Schneefall im Dunklen. Ich starrte hinaus. Dicke, weiße Flocken kamen vom Himmel. Tage zuvor, ein Land versunken in Schnee und sprachlos vor Hysterie von einer Dicke wie Grafschafter Goldsaft. Die Bahn kollabierte. Die Inseln schneiten ein. Nichts da, moderner Mensch. In die Knie. Petrus klopfte sich in der Wetterküche auf die Schenkel. So wird es gewesen sein. Dort oben, während ich sehnsüchtig wie ein Kind am Fenster hin und auf den Schnee wartete, während der Teppich sich auflöste.</p>
<p>Mein rechter Fuß schmerzt. Er schmerzt jetzt immer. Wenn das Wetter wechselt. Neulich, ach neulich, ist schon wieder drei Monate her. Wie die Zeit vergeht. Ich trat in der Disko ins Leere. Schön geschminkt habe ich sie, die bittere Wahrheit. Ich hab&#8217; es eine Nacht noch einmal versucht, mit dem Ausgehen. So richtig Rock and Roll. In jener Nacht knickte ich mit dem Fuß beim Dancen um und zog mir einen ordentlichen Bänderriss zu. Es war die Nacht, in der ich mal gucken wollte, wie Jan Delay, der Nasalking of Germany, so in Echt ist. Total doof war er und der Fuß ist seitdem hin. Jeden Morgen merke ich in der Dusche, wie er ziept. Oder ist es das Alter? Krieg ich jetzt auch Rücken?</p>
<p>Nur ein zwickender Fuß bei Wetterwechsel. Don&#8217;t worry about it. Pop will eat itself. Manchmal versuche ich es einfach mal noch. Texte mit Sätzen mit Geschichten, aber in letzter Zeit ist der Kopf so leer, weil er so voll ist, mit Gedanken an gestern. Und an morgen. Was da noch alles kommen mag. Jetzt, wo gestern draußen ist. It&#8217;s getting dark outside. Klingt theatralisch, ist aber wahr.</p>
<p>Abschied nehmen von etwas, was etwas anderes war, als man dachte, was es ist, ist ekelig. Während man also geht, fällt der Vorhang. Es ist wie, wenn der Schnee verschwindet, wenn er nur in den letzten Ecken rumhängt. Erst ist er wunderbar, er schluckt jeden Laut. Wenn es gut geht, ist er ein paar Tage da. Trocken&#8230;und knirscht. Aber nicht lange weiß. Irgendwann kackt der erste Hund rein, der Nächste tritt rein und der Dritte schmeißt einen Döner drauf. Vorbei ist es mit dem schönen Schnee. Dann schmilzt er weg. Nur der Dreck bleibt. Und so ist es auch mit den Dingen, die anders waren, als sie waren. Erst waren sie wie hübscher Schnee. Eine jahrelange Schneeblindheit ist also die Folge. Vor lauter Weiß sieht man gar nichts mehr. Dann kommt der Dreck. Dann tut der Fuß weh, dann kommt endlich ein richtiger Winter, alle frieren sich endlich mal so richtig den Arsch ab und ich denke mir: Endlich.</p>
<p>If I never did it. I was only waiting, for a better moment, that didn&#8217;t come. There never could be a better moment than this one. Going fast. Coming soon. Working hard for the dream. The rest of my live is lying in front of me.</p>
<p>Ich war, ach nein, ich bin so voller Sehnsucht nacht Analogen Echtzeittagen.. Aber: endlich bin ich angekommen. Gerne würde ich ja jetzt eine Geschichte über meine nervigen Assi Nachbarn schreiben, die wo ich seit Tagen, Wochen akkustisch „beobachte“. Ihre Waschmaschine gibt meiner Wohnung zwischendrin das Gefühl, wir seien der Maschinenraum einer Boeing und die Laute, die durch die Wand kommen, nerven den ganzen Tag. Man kommt zu nichts. Man starrt gegen die Wand und will am liebsten mal richtig durchgreifen. Dann aber habe ich die Assis in Echt im Kiosk erkannt. An der Stimme und dem Klingelton, welche ich ja durch die Wand schon kenne. Vokuhila, blond gefärbt. Die Sorte, wo Hochdeutsch können müsste, aber anpassungsfähig ist wie ein Waschbär. Und perfekt Kalker Slang spricht. Waschbären sind aber schöner. Das versteht sich von selber. Aber von da an hatte ich keine Lust mehr, mal rüber zu gehen und eine Art kleiner Bergpredigt zu halten. So von wegen Ruhe und so. Ich ziehe einfach in spätestens drei Monaten in die Walachei. Dann ist es vorbei mit „Ey, Alter ey, fick Disch!“. Would someone rescue me for a while? Move over. My time has come.</p>
<p>Ungeordnet traben die Buchstaben umher, da fängt man mit Meisenknödeln an, galoppiert eine lange Strecke über traurigen, gerissenen Asphalt und endet dann bei einer Wand, die anscheindend scheiße gebaut ist. Und daher nimmt man seit der Hausrenovierung nebenan direkt mal am Leben der Nachbarn teil. RTL ist nix dagegen.</p>
<p>Am Ende fällt mir nur diese Zeile aus dem Lied ein, was mich den ganzen Tag begleitet: Love was all we ever wanted. </span> <!-- google_ad_section_end --></p>
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